Sauberlaufzone mit Schmutzfangmatten
Sauberlaufzone richtig planen: So halten Schmutzfangmatten Ihr Gebäude sauber
Sobald Herbst und Winter beginnen, tragen Mitarbeitende, Kunden und Besucher bei jedem Schritt Nässe, Laub, Sand und später auch Streusalz ins Gebäude. Die Folgen kennt jeder Objektleiter: rutschige Eingangsbereiche, stumpfe Bodenbeläge und ein deutlich höherer Reinigungsaufwand. Eine durchdachte Sauberlaufzone ist die wirksamste und zugleich günstigste Maßnahme dagegen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie eine Sauberlaufzone aufgebaut ist, wie lang sie sein sollte, welche Schmutzfangmatten sich für welchen Bereich eignen und wie Sie die Matten richtig reinigen.
Was ist eine Sauberlaufzone?
Eine Sauberlaufzone ist der Bereich im Eingang eines Gebäudes, in dem Schmutz und Feuchtigkeit systematisch von den Schuhsohlen entfernt werden, bevor sie auf den eigentlichen Bodenbelag gelangen. Sie besteht in der Regel aus mehreren aufeinander abgestimmten Sauberlaufmatten, die jeweils eine bestimmte Aufgabe übernehmen: grobe Verschmutzungen abstreifen, feinen Schmutz aufnehmen und Restfeuchtigkeit binden.
Branchenangaben zufolge gelangt ein Großteil des Schmutzes in Gebäuden über die Schuhe hinein. Häufig wird ein Anteil von bis zu 80 % genannt. Genau hier setzt die Sauberlaufzone an: Schmutz, der gar nicht erst ins Gebäude kommt, muss später auch nicht aufwendig entfernt werden.
Warum sich eine Sauberlaufzone für Unternehmen lohnt
- Weniger Reinigungsaufwand: Weniger eingetragener Schmutz bedeutet kürzere Reinigungszeiten und einen geringeren Verbrauch von Reinigungsmitteln.
- Längere Lebensdauer der Bodenbeläge: Sand und Streugut wirken wie Schleifpapier. Eine gute Schmutzfangzone schützt Parkett, Laminat, Stein und elastische Beläge vor Kratzern und vorzeitigem Verschleiß.
- Mehr Sicherheit: Nasse Eingangsbereiche sind eine der häufigsten Ursachen für Rutschunfälle. Saugfähige Schmutzfangmatten reduzieren dieses Risiko deutlich.
- Besserer erster Eindruck: Der Eingangsbereich ist die Visitenkarte Ihres Unternehmens, ob Büro, Praxis, Hotel, Einzelhandel oder öffentliche Einrichtung.
Die 3 Zonen einer professionellen Sauberlaufzone
Eine wirksame Sauberlaufzone arbeitet in Stufen. Jede Zone übernimmt einen anderen Teil der Arbeit.
Zone 1: Außenbereich – Grobschmutz abstreifen
Direkt vor dem Eingang wird grober Schmutz wie Sand, Steinchen, Laub oder Schnee abgestreift. Hier kommen robuste Schmutzfangmatten für außen zum Einsatz, etwa Gummi- und Ringgummimatten, Kokosmatten oder Profilmatten mit Bürsten- oder Kratzeinlagen. Wichtig sind eine offene Struktur, durch die Wasser ablaufen kann, sowie Witterungs- und UV-Beständigkeit.
Zone 2: Windfang oder Übergangsbereich – Feinschmutz und Nässe
Im überdachten Bereich oder im Windfang nehmen kombinierte Matten den feineren Schmutz und einen Großteil der Feuchtigkeit auf. Bewährt haben sich hier Matten mit einer Kombination aus Scheuer- und Textilstreifen, die gleichzeitig abstreifen und aufsaugen.
Zone 3: Innenbereich – Restfeuchte aufnehmen
Im Gebäudeinneren sorgen saugstarke textile Schmutzfangmatten für innen, zum Beispiel aus Polyamid oder Baumwolle mit rutschhemmendem Rücken, dafür, dass die letzte Feuchtigkeit und feiner Staub aufgenommen werden. Diese Zone entscheidet maßgeblich darüber, ob der Boden dahinter trocken bleibt.
Wie lang sollte eine Sauberlaufzone sein?
Die Länge ist der Faktor, der am häufigsten unterschätzt wird. Eine einzelne Fußmatte von 60 cm reicht im gewerblichen Bereich nicht aus, denn eine Schuhsohle braucht mehrere Bodenkontakte, bis sie wirklich sauber und trocken ist. Als Faustregel gilt: Jeder Fuß sollte die Matte mindestens zwei- bis dreimal berühren, bevor er den eigentlichen Bodenbelag betritt.
In der Praxis werden für gewerblich genutzte Eingänge häufig Gesamtlängen von etwa 6 bis 9 Metern über alle Zonen empfohlen. Bei sehr stark frequentierten Eingängen darf es auch mehr sein. Die richtige Dimensionierung hängt von mehreren Faktoren ab:
| Faktor | Auswirkung auf die Sauberlaufzone |
|---|---|
| Besucherfrequenz | Je mehr Personen täglich eintreten, desto länger und robuster sollte die Zone sein. |
| Umgebung | Unbefestigte Parkplätze, Baustellen oder Grünflächen erhöhen den Grobschmutzeintrag. |
| Überdachung | Ohne Vordach gelangt mehr Nässe ins Gebäude, daher braucht es mehr saugfähige Innenmatten. |
| Bodenbelag dahinter | Empfindliche Beläge wie Parkett oder polierter Stein erfordern eine besonders konsequente Schmutzfangzone. |
| Laufwege | Die Matten sollten die gesamte Laufbreite abdecken, damit niemand sie umgehen kann. |
Welche Schmutzfangmatte für welchen Einsatz?
Bei der Auswahl der passenden Schmutzfangmatte kommt es auf Einsatzort, Belastung und Pflegekonzept an. Ein Überblick über die gängigsten Mattentypen:
- Gummi- und Ringgummimatten: Sehr robust, witterungsbeständig und ideal für den Außenbereich. Sie streifen Grobschmutz zuverlässig ab und lassen Wasser ablaufen.
- Kokosmatten: Klassiker für den Außen- und Windfangbereich mit guter Abstreifwirkung. Sie eignen sich vor allem für überdachte Bereiche.
- Kombimatten (Scheuer- und Textilstreifen): Sie vereinen Abstreifen und Aufsaugen und sind ideal für den Übergangsbereich.
- Textile Innenmatten: Hohe Saugfähigkeit für Restfeuchte und Feinschmutz. Sie sind oft in verschiedenen Farben erhältlich und optisch ansprechend.
- Waschbare Schmutzfangmatten: Matten mit Gummi- oder Nitrilrücken lassen sich je nach Herstellerangabe in der Waschmaschine reinigen. Das ist praktisch für Praxen, Hotels, Gastronomie und Einrichtungen mit hohen Hygieneanforderungen.
- Schmutzfangmatten nach Maß und Meterware: Für breite Eingänge, Drehtüren oder individuelle Grundrisse, damit die gesamte Laufbreite abgedeckt ist.
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Sicherheit: Stolperfallen vermeiden
Eine Sauberlaufzone soll Unfälle verhindern und keine neuen verursachen. Achten Sie deshalb auf folgende Punkte:
- Rutschhemmender Rücken: Die Matte darf auf dem Untergrund nicht verrutschen.
- Flache, abgeschrägte Kanten: Aufstehende Ecken und Kanten sind klassische Stolperfallen. In Arbeitsstätten sind Stolperstellen nach den Vorgaben des Arbeitsschutzes, zum Beispiel der ASR A1.5 „Fußböden“, zu vermeiden.
- Bodenbündiger Einbau: Bei Neubau oder Sanierung lohnt sich eine Mattenwanne, in die Profilmatten eben eingelassen werden.
- Durchnässte Matten tauschen: Eine vollgesogene Matte nimmt keine Feuchtigkeit mehr auf. Halten Sie bei Dauerregen Wechselmatten bereit.
Schmutzfangmatten richtig reinigen und pflegen
Auch die beste Matte verliert ihre Wirkung, wenn sie selbst voller Schmutz ist. Eine gesättigte Schmutzfangmatte gibt Schmutz sogar wieder an die Schuhsohlen ab. Mit diesen Tipps bleibt Ihre Sauberlaufzone leistungsfähig:
- Täglich absaugen: Textile Innen- und Kombimatten sollten in der Hauptsaison täglich abgesaugt werden. Besonders gründlich arbeiten Bürstensauger, deren rotierende Bürstenwalze feinen Sand und Schmutz auch tief aus dem Flor löst. Für kleinere Matten reicht ein leistungsstarker Profi-Staubsauger.
- Außenmatten ausklopfen oder abspritzen: Gummi- und Kokosmatten regelmäßig ausschütteln. Gummimatten lassen sich mit Wasser abspritzen.
- Darunter reinigen: Unter den Matten sammeln sich Sand und Feuchtigkeit. Heben Sie die Matten regelmäßig an und reinigen Sie den Boden darunter. Bei stehender Nässe in Mattenwannen oder Eingangsbereichen helfen Industriesauger als Staub- und Wassersauger.
- Waschbare Matten waschen: Beachten Sie die Herstellerangaben zu Temperatur und Waschmittel. Die Matten sollten vollständig trocknen, bevor sie wieder ausgelegt werden.
- Nassreinigung textiler Matten: Bei starker Verschmutzung eignet sich die Sprühextraktion. Mit Sprühextraktionsgeräten und passenden Teppich- und Polsterreinigern entfernen Sie auch eingetretenen Schmutz und Salzränder.
- Verschleiß kontrollieren: Plattgetretene Fasern oder beschädigte Ränder sind ein Zeichen, dass die Matte ersetzt werden sollte.
Sauberlaufzone und Bodenpflege: Das perfekte Zusammenspiel
Eine gut geplante Sauberlaufzone entlastet die gesamte Unterhaltsreinigung. Besonders in Treppenhäusern, Fluren und Eingangshallen macht sich der Unterschied sofort bemerkbar. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf unsere Ratgeber zur schnellen Reinigung von Treppenhäusern sowie zu den besten Pflegemitteln für Parkett, Laminat und Steinböden.
Trotzdem hinterlassen Herbst und Winter auf stark begangenen Flächen ihre Spuren: Streusalzränder, Grauschleier und abgetretene Pflegefilme. Spätestens im Frühjahr empfiehlt sich deshalb eine Grundreinigung. Mit einem geeigneten Grundreiniger lösen Sie alte Pflegeschichten und hartnäckige Verschmutzungen. Eine neue Beschichtung schützt den Boden anschließend für die nächste Saison. Kleinere und mittlere Flächen bearbeiten Sie effizient mit Einscheibenmaschinen. Welches Pad dabei für welchen Belag geeignet ist, erklärt unser Beitrag zum richtigen Pad für Einscheibenmaschinen. Für große Eingangshallen, Lager- oder Betonböden sind Scheuersaugmaschinen die wirtschaftlichere Wahl, weil sie reinigen und das Schmutzwasser in einem Arbeitsgang aufnehmen.
Checkliste: In 5 Schritten zur optimalen Sauberlaufzone
- Eingänge analysieren: Wie viele Personen kommen täglich? Wie sieht die Umgebung aus?
- Drei Zonen festlegen: außen, Übergang und innen.
- Gesamtlänge und Breite bestimmen, sodass die komplette Laufbreite abgedeckt ist.
- Passende Mattentypen auswählen: robust für außen, saugstark für innen, bei Bedarf waschbar.
- Reinigungs- und Wechselplan für die Matten erstellen, besonders für die Herbst- und Wintermonate.
Häufige Fragen zur Sauberlaufzone
Wie lang muss eine Sauberlaufzone sein?
Für gewerblich genutzte Eingänge werden häufig etwa 6 bis 9 Meter über alle Zonen hinweg empfohlen. Entscheidend ist, dass jeder Fuß die Matten mehrfach berührt, bevor er den Bodenbelag betritt.
Was ist der Unterschied zwischen einer Fußmatte und einer Schmutzfangmatte?
Eine einfache Fußmatte ist meist klein und vorwiegend dekorativ. Professionelle Schmutzfangmatten sind auf hohe Belastung, große Schmutz- und Feuchtigkeitsaufnahme sowie Rutschsicherheit ausgelegt und werden als System in mehreren Zonen eingesetzt.
Welche Schmutzfangmatte eignet sich für außen?
Für den Außenbereich eignen sich witterungsbeständige Matten aus Gummi, Ringgummi oder Kokos sowie Profilmatten mit offener Struktur, durch die Wasser ablaufen kann.
Kann man Schmutzfangmatten waschen?
Viele textile Schmutzfangmatten mit Gummi- oder Nitrilrücken sind waschbar. Temperatur und Waschverfahren richten sich nach den Angaben des jeweiligen Herstellers.
Wie oft sollten Schmutzfangmatten gereinigt werden?
In der nassen Jahreszeit sollten textile Matten in stark frequentierten Eingängen täglich abgesaugt werden. Außenmatten und der Boden unter den Matten sollten regelmäßig, mindestens wöchentlich, gereinigt werden.
Fazit: Schmutz draußen lassen statt drinnen wegputzen
Eine professionell geplante Sauberlaufzone gehört zu den wirtschaftlichsten Investitionen in die Gebäudereinigung. Sie senkt den Reinigungsaufwand, schützt teure Bodenbeläge, erhöht die Sicherheit und sorgt für einen gepflegten ersten Eindruck. Wer rechtzeitig vor Herbst und Winter die passenden Schmutzfangmatten für außen, den Übergangsbereich und innen auswählt, spart über die gesamte Saison hinweg Zeit und Kosten.
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